=>  HOME- 

 Behördenwillkür

Projekt Gnadenhof 
         

Pfote

 Behördenwillkür ohne Ende - Projekt Gnadenhof

Bereits am 18.Oktober 2009 richteten wir unser Anschreiben mit unserem Konzept betreffs des Gnadenhofs im Dammfeld in 76287 Rheinstetten schriftlich an das Bürgermeisteramt der Stadt Rheinstetten, leider bis heute ohne Erfolg und ohne jegliche Reaktion seitens der Stadt.
Vorausgegangen war ein Termin im Rathaus in Anwesenheit der Eigentümerin sowie Herrn Bürgermeister Hauck, Frau Kraft, Herrn Oberle und meiner Person.
Frau Kraft vom Bauamt verlangte gleich einen Bauantrag von mir, was ich überhaupt nicht einsah, da wir am Objekt keine baulichen Veränderungen vornehmen wollen.
Für unser Vorhaben ist dieses Objekt so wie es dort steht, bestens geeignet. Denn wir wollen Tierschutz im Einklang mit der Natur betreiben. Also ist die Nähe zum angrenzenden Naturschutzgebiet für uns von großem Wert und Interesse.
In diesem Treffen im Rathaus versuchte ich den Herrschaften unser Projekt -Begegnungszentrum für Mensch und Tier näher zu bringen, was sich als sehr schwierig erwies. In Sachen Tierschutz in Verbindung mit Mensch und Tier stieß ich bei dieser Behörde auf taube Ohren und Ignoranz. Immerhin sicherte Frau Kraft einen Vorort Termin zu, welchen sie wenige Tage später wahrnahm, um sich ein Bild zu machen. Auf die Zusage, bald von ihr zu hören, warten wir noch heute vergeblich.
Am gleichen Tag nahm ich im Beisein der Immobilieneigentümerin einen Termin bei einem der ortsansässigen Landwirte war, um ihn unser Projekt zu erläutern.
Ich hatte das Gefühl, ich würde ihm "die Butter vom Brot" nehmen wollen. Deutlich spürte ich, dass er unserem Projekt von vorn herein eine klare Absage erteilte. Ich erklärte ihm, wir wollen weder eine Pensionspferdehaltung oder eine Zucht noch wollen wir Spargel anbauen. Aber dennoch habe ich es versucht... Denn wenn wir ein solches Projekt starten, legen wir viel Wert auf eine friedliche Nachbarschaft.
Die vielen Zusagen von Mitgliedern einiger Fraktionen, unser Projekt zu unterstützen, verliefen im Sande. Selbst die Grünen, welche mich noch im alten Jahr zu ihrer Fraktionssitzung im Januar einluden, haben sich kurzfristig distanziert.
Im Januar 2010 wurde unser Vorhaben wohl in der nichtöffentlichen Gemeinderats-Sitzung besprochen und angeblich abgelehnt. Auf meine Anfragen hin dürfe man mir keine Auskunft erteilen, hieß es. Dabei pfiffen es in der Region die Spatzen bereits von den Dächern: In Rheinstetten will man ein solches Projekt nicht haben.
Ich frage mich, wovor hat man in Rheinstetten Angst?
Würde es für den ein oder anderen Landwirt durch die Nähe zu einem Tierschutzverein zum Eklat kommen?
Hat die Stadt Rheinstetten Bedenken, wir könnten unsere alljährliche Erbpacht nicht zahlen?
Hätte die Stadt Rheinstetten vielleicht das Nachsehen, wenn sie von den Anliegern in dem Fall auch vom Tierschutzverein die alleinige Übernahme der Anschlusskosten an die Abwasserkanalisation verlangt, was nicht rechtmäßig ist?

Wenn ein Fleischwerk auf einer grünen Wiese im Wasserschutzgebiet, auf dem Vögel regelmäßig brüten, entsteht, kommt doch ein regelrechter Verdacht auf
- Geld, Gier ,Größenwahn?

Aber könnte es bei unserem Projekt nicht ähnlich sein ? ? ?
Vielleicht hat der ein oder andere Landwirt, welche natürlich alle Gemeinderatsmitglieder sind selbst Interesse an den Flächen? Denn es ist doch bekannt, dass wir die Weideflächen dringend benötigen und ohne sie für uns der Hof wertlos ist.
Oder vielleicht sorgt schon bald ein Bauträger o.a. für Aufsehen, wenn aus dem idyllisch gelegenen Objekt, welches es auf jeden Fall wert ist, dieses im jetzigen Zustand zu erhalten, z.B. eine Wohnbebauung entstehen soll. Denn scheinbar spielen vor Ort Werte wie Natur, Tiere, Natur- und Wasserschutz eine untergeordnete Rolle.
Dann muss man sich als Anwohner und Tierfreund fragen, wo wird die Meßlatte angesetzt? Ist denn nichts mehr heilig, wovor der Mensch noch Respekt hat?

Unser Ziel ist es, eine Oase für nicht mehr vermittelbare Tiere im Einklang mit der Natur zu schaffen. Dieses Objekt wollen wir der Öffentlichkeit zugängig machen. Eigentlich wäre jede Stadt oder Kommune froh, ein solches Objekt vor der Haustüre zu haben. Eine Begegnungsstätte, wo für Senioren und Jugendliche gleichermaßen eine Anlaufstelle in Verbindung mit den Tieren entstehen soll.
Zu bedenken ist auch, dass hinter jedem tierischen Schicksal ein menschliches Schicksal steht. Und all diese Menschen waren und sind künftige Wähler.
Es ist traurig, dass die Stadt, welche dieses Projekt ablehnt, nicht einmal die Courage besitzt, uns dies persönlich mitzuteilen. Was nicht nur verwaltungstechnisch deren Pflicht wäre, sondern auch eine Frage des Anstandes ist.
Es war mir ein Bedürfnis, mir dies von der Seele zu schreiben und ich hoffe, ich habe somit die vielen Anfragen aus der Bevölkerung beantwortet. Denn schließlich hat diese das Recht, darüber informiert zu werden, was vor ihrer Haustür passiert.


01.März 2010

J.P.
1.Vorsitzende

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen [TOP]  

Pfote

Absage vom Gemeinderat

From: Schrempp, Sebastian
Sent: June 21, 2010 7:23 AM
To: animal.in.need@web.de
Subject: Anfrage Gnadenhof


Sehr geehrte Frau P.,
gerne komme ich zurück auf Ihr Vorsprache in der letzten Bürgersprechstunde am 10.Juni diesen Jahres. Sie haben mich eindringlich darum gebeten, meine Haltung zu Ihrem Anliegen , der Errichtung eines Gnadenhofes in Rheinstetten, zu überdenken. In der letzten Woche habe ich in dieser Sache noch einmal Gespräche geführt, diese sind noch nicht abgeschlossen.
Wie Ihnen bereits mitgeteilt, liegt ein Beschluss des Gemeinderates vor, das Erbaurecht am Dammfeld derzeit nicht zu verlängern. Dies bedeutet, dass die Erbaurechtinhaber nach derzeitigem Stand die Grundstücke im Jahr 2025 vertragsgemäß an die Stadt zurückgeben müssen. Über eine Verlängerung des Erbaurechts wird im Rat noch einmal diskutiert werden - ohne eine Entscheidung in dieser Sache macht es keinen Sinn, Ihr Vorhaben weiter zu verfolgen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie ein so großes Projekt mit einer Planungssicherheit von nur 15 Jahren angehen wollen und können.
Sehr geehrte Frau P., leider kann ich Ihnen zum heutigen Zeitpunkt keine andere Nachricht übermitteln. Herr Bürgermeister Hauk erhält ein Kopie dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Schrempp



Betreff: Petition P. / ANIMAL IN NEED
Von: "Schrempp, Sebastian"
An: animal.in.need@web.de
Cc: "Hauk, Clemens" Clemens.Hauk@rheinstetten.de
Datum: 08.10.10 16:34:46


Sehr geehrte Frau P.,
Ihre eingereichte Petition in Sachen Gnadenhof im Dammfeld veranlasst mich, Ihnen heute abschließend mitzuteilen:

Der Gemeinderat hat Ihr Anliegen zur Errichtung eines Gnadenhofes im Dammfeld abgelehnt. Gespräche im Nachgang haben ergeben, dass in dieser Sache, sofern Ihr Anliegen betreffend, kein weiterer Diskussionsbedarf gesehen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Schrempp

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen [TOP]  



| Spenden | Mitgliedschaft | Impressum | Haftungsausschluss |